Gottfried Müller (1914-2009)

Ein erfülltes Leben im Dienste von SALEM

  • 10.04.1914 Gottfried Johannes Müller wird im schwäbischen Dorf Gschwend geboren.
  • 1920 – 1935 Schulzeit, Kaufmännische Lehre und erste Berufserfahrungen
  • 1935 / 36 Gottfried Müllers erste Orientreise auf dem Land- und Schiffsweg. 1937 erscheint sein erstes Buch: “Einbruch ins verschlossene Kurdistan”, die Reiseerzählung über diese Orientreise.
  • 1937 / 38 Nach seiner Rückkehr wird Gottfried Müller zum Militärdienst eingezogen.
  • 1942 – 1948 “Unternehmen Mammut” - Gottfried Müllers zweite Orientreise: Bei einem Geheimeinsatz gerät er in Gefangenschaft. Es folgen Folter und Todesurteil. Ihm gelingt die Flucht. Diese Ereignisse führen zur späteren Gründung von SALEM.
  • 1948 – 1950 1948 wird er aus dem britischen Internierungslager entlassen und heiratet Susanne Firgau. Der Ehe entstammen die zwei Söhne Amadé und Sohn Alexander.
  • 1951 – 1954 Das geregelte Leben und der Wohlstand können ihn nicht befriedigen. Er denkt immer wieder an die Zeit der Gefangenschaft, in der er Gott das Versprechen gab: “Wenn ich hier rauskomme, möchte ich Dir dienen und den Armen helfen”.
  • 1955 – 1957 Mehr und mehr nimmt er Abstand von dem Gedanken, Geld zu verdienen. Er verschenkt seinen Besitz. Die Ehe leidet unter seinem sozialen Engagement. Dies führt schließlich zur Trennung.
  • 1957 In Stuttgart kommt er mit Obdachlosen in Kontakt, die sich über ihr Schicksal beklagen. Gottfried Müller verspricht zu helfen.
  • 16.09.1957 Gottfried Müller gründet mit Freunden in Stuttgart-Leonberg die Bruderschaft SALEM, als eingetragenen Verein. Es wird eine “SOS-Hilfstelle SALEM” eröffnet. Dort können Obdachlose, Strafentlassene, Prostituierte und Arbeitslose eine Unterkunft, warmes Essen und Hilfe bekommen.
  • 1958 / 59 Es entstehen weitere Obdachlosenheime in Berlin, Nürnberg, München, Karlsruhe und Frankfurt.
  • 1960 – 1964 Es folgen Jahre der Anklage und Verleumdung mit Verhandlungen am Landgericht Stuttgart und am Bundesgerichtshof, die letztendlich alle gewonnen werden.
  • 1964 – 1966 Gottfried Müller beginnt SALEM-Kinderheime zu gründen, da die Ursachen vieler Probleme in der Kindheit zu suchen sind. Es folgt der Aufbau von SALEM-Kinderhäusern in Neukeferloh, Starnberg, Wartaweil, Pasing, Königsdorf, Fürth in Bayern, Postbauer bei Nürnberg und Königshofen.
  • 1968 wird die Bruderschaft SALEM in eine gemeinnützige GmbH umstrukturiert, um dem größer werdenden SALEM-Gedanken Rechnung zu tragen.
  • 1969 erfolgt die Verlegung aller bisherigen SALEM-Kinderheime nach Stadtsteinach in Nordbayern. Hier hat SALEM ein Gelände und leer stehende Gebäude erworben und kann den Gedanken eines SALEM-Kinderdorfes verwirklichen.
  • 1973 heiratet Gottfried Müller Ursula Schweizer, die bereits seit 1963 als gelernte Kinderkrankenschwester bei SALEM tätig ist. Aus dieser Ehe gehen die beiden Söhne Samuel und Nathan hervor.
  • Ein großes Anliegen sind Gottfried Müller die Reisen nach Afrika, in Länder wie Uganda, Somalia, Namibia und Togo. Aber auch USA, Kolumbien, fast ganz Europa, Taiwan und Russland stehen auf seiner Reiseliste. Seine letzten Reisen führen ihn noch mit 84 Jahren nach Togo/Westafrika und mit 89 Jahren nach Kaliningrad/Königsberg in Russland.
  • bis 2006 Gottfried Müller wirkt von SALEM-Stadtsteinach aus in vielen Ländern der Welt, um den Friedensgedanken von SALEM weiter zu tragen.
  • 26.09.2009 Gottfried Müller stirbt in Stadtsteinach im Kreise seiner Familie.
  • Zur Fortführung seines Engagements für den Frieden weltweit wird die SALEM-Stiftung errichtet.

Eine noch viel detaillierte Lebensgeschichte Gottfried Müllers können Sie in folgendem PDF lesen.

Die Lebensgeschichte von Gottfried Müller

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