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Ein Gespräch mit Joseph Balisanyuka aus SALEM-Uganda

05.10.2017

Anlässlich seines Besuches zum 60-jährigen SALEM-Jubiläum im Sommer 2017 haben wir Joseph Balisanyuka, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates von SALEM-Uganda, einige Fragen gestellt, um mehr über seine Arbeit und die Lage in SALEM-Uganda zu erfahren.

Bitte stellen Sie sich vor und schildern Sie uns kurz, wann und wie Sie zu SALEM-Uganda gekommen sind.
Ich bin Joseph Balisanyuka und Vorsitzender des Aufsichtsrats von SALEM-Uganda. Ich bin außerdem oberster Verwaltungsbeamter des Bezirkes Soroti in Ost-Uganda. Im August 1993 bat mich mein damaliger Chef, ihn auf einem Treffen bei SALEM-Uganda in Kolonyi, Mbale, zu vertreten. Ich willigte ein und wurde noch am selben Tag während des Treffens zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates von SALEM gewählt. Seit 1993 und bis heute bin ich Vorsitzender und habe seitdem viel gesehen und erlebt. Ich glaube, dass Gott mich gerufen hat.

Welches ist das derzeit größte Problem in SALEM-Uganda, vor allem im Kinderheim?
 Das zurzeit größte Problem in SALEM-Uganda ist die Finanzierung - Geld und andere Quellen zu beschaffen, um das Kinderheim und seine damit verbundenen Abteilungen zu betreiben. Die Anzahl notleidender Kinder wird immer größer und die finanziellen Mittel werden immer weniger. Die Organisation ist hauptsächlich auf Spenden von Freunden und Förderern von SALEM angewiesen.

Was sollte getan werden, um die Situation langfristig zu verbessern?
Langfristig müssen wir uns auf finanzielle Unabhängigkeit konzentrieren. SALEM-Uganda muss in Einkommen schaffende Maßnahmen investieren, wie u. a.
a) Verbesserung der Gästehäuser
b) Erweiterung des Ladens
c) Anbau eigener Lebensmittel, z. B. Mais, Cassava, Gemüse etc.
d) das Pflanzen von Bäumen für Bauholz und zum Schutz der Umwelt
e) Solarenergie (da wir hier viel Potential haben)

Warum ist es so wichtig, Bäume großzuziehen, auszupflanzen und zu schützen?
Bäume und Pflanzen sind das Rückgrat der Umwelt. Durch geschützte Bäume und Grasland entsteht die Grundlage für Regen. Der Regen fließt in Sümpfe, Flüsse, Seen und Meere und versorgt uns so verlässlich mit Wasser. Regenfälle sorgen für Pflanzenwachstum und unterstützen die Landwirtschaft. Daher sind das Pflanzen und der Schutz von Bäumen für die Erhaltung der Umwelt unverzichtbar. Die Dürre, die wir im letzten Jahr in Uganda erlebt haben, ist hauptsächlich auf eine zunehmende Zerstörung der Umwelt zurückzuführen, die zu einer Hungersnot führte. Das Problem mit dem Heerwurm ist teilweise darin begründet. Durch die trockenen Blätter der Bäume fallen die Schädlinge auf die Pflanzen herunter und zerstören sie. Wir müssen die Umwelt schützen.

Warum ist SALEM so besonders, warum sollten Menschen SALEM-Uganda unterstützen?
SALEM ist besonders, weil es Kindern und auch Erwachsenen, die hoffnungslos sind, Hoffnung gibt. Die ganze Welt ist voll mit Waisen, vernachlässigten und bedürftigen Kindern. Einige dieser Schicksale wurden durch Menschen verursacht, die endlose Kriege führen, während andere durch Naturkatastrophen wie Erdrutsche und Krankheiten entstanden sind. Menschen sollten SALEM-Uganda unterstützen, damit es auch weiterhin in der Lage ist, armen Kindern Hoffnung zu geben, damit sie groß werden und ein nützliches Mitglied der Gesellschaft werden können.

Was wünschen Sie SALEM-Uganda am allermeisten für die Zukunft?
Mein Wunsch für SALEM-Uganda ist es, die Kerze am Brennen zu halten dadurch, dass bedürftige Kinder weiter Unterstützung erhalten. Ich möchte es gerne über den jetzigen Zustand hinaus wachsen sehen. Es sollte Zweigstellen in ganz Uganda geben, um für die vielen bedürftigen Kinder da draußen da sein zu können. SALEM-Uganda muss sich eines Tages durch seine eigenen Projekte selbst finanzieren können. Auch die Regierung muss tätig werden und Einrichtungen wie SALEM-Uganda unterstützen, die bedürftigen Kindern helfen.  

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Es ist uns besonders wichtig, Menschen, die unsere Hilfe benötigen, langfristig begleiten zu können und nicht einfach zum nächsten Brennpunkt weiterzuziehen, wenn dort mehr Aufmerksamkeit zu erwarten ist..

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