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Ernte in SALEM-Uganda wird durch Schädling gefährdet

17.05.2017

Leider fällt derzeit ein massiver Schatten auf die zu erwartende Maisernte. Nachdem in letzter Zeit rund um SALEM-Uganda viel gepflanzt wurde und es zum Glück auch geregnet hat, werden die Ernten, vor allem das Getreide, jetzt von einem Schädling namens "Herbst-Heerwurm" bedroht. Tausende Raupen stürzen sich auf ein Feld, grasen es ab und ziehen dann in geschlossener Formation weiter.

Wegen des milden Klimas sterben die Schädlinge nicht an Frost - so könnte es pro Jahr bis zu zwölf Generationen geben. Die Raupen fressen zwar am liebsten Mais, machen aber auch vor anderem Getreide und Gemüse nicht halt und fressen außer den Wurzeln alle Teile einer Pflanze. Für die afrikanische Landwirtschaft ist die Raupe eine Bedrohung einer neuen Größenordnung, die Bauern verzeichnen bereits große Verluste.

Da Mais das Grundnahrungsmittel in vielen Ländern Afrikas - und auch in Uganda - ist, steht wohl eine weitere Hungersnot bevor, falls nicht schnell genug eine Lösung gefunden wird, diesem Schädling Herr zu werden. Das Ausmaß der Ernteschäden ist derzeit noch nicht absehbar. Generell könnten aber 70 Prozent einer Ernte vernichtet werden, warnen die Vereinten Nationen. Die Raupen fressen sich in rund drei Wochen satt und verwandeln sich dann in einen Eulenfalter (Noctuidae). Diese können sich bei günstigem Wind rasch über Hunderte Kilometer verbreiten und legen bis zu 1.000 Eier.

Da niemand weiß, wie man den neuen Schädling am besten bekämpft, versuchen die Bauern rund um das SALEM-Dorf Uganda derzeit, mit Asche diese Motten fernzuhalten und somit wenigstens zum Teil ihre Ernten zu retten. Wer die Möglichkeit hat, sprüht Insektenvernichtungsmittel, die allerdings nur begrenzt wirksam sind. Wenn sich der Schädling schon in den Mais hineingefressen hat, ist nichts mehr zu machen.

 

Der Hilferuf, der uns jetzt aus dem SALEM-Dorf Uganda erreichte, endet mit den Worten:

„Wir bitten euch, uns mit Gebeten beizustehen, damit dieser ganze Ausbruch eingedämmt werden kann.“

Wenn Sie die Menschen in SALEM-Uganda unterstützen möchten, können Sie das hier tun. Wir sind für jede Spende dankbar.

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