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Kampagne gegen Alkoholmissbrauch in Mindo (Ecuador)

05.07.2017

Ein schwieriges Thema in Mindo, wo sich SALEM mit einem Kinder- und Jugendzentrum engagiert, ist der Alkohol- und Drogenmissbrauch.

Vor einigen Wochen, während eines Dorffestes, fanden wir Kinder, nicht älter als 9 bis 11 Jahre, spät abends betrunken auf der Straße. Eltern vernachlässigen Ihre Aufsichtspflicht, teilweise sitzen sie selbst trinkend auf der Straße um die Ecke. Hinzu kommt, dass Alkohol in den Läden an alle verkauft wird, obwohl auch in Ecuador der Verkauf an Minderjährige verboten ist. Die Polizei wird in keinem der Fälle aktiv.

Nach diesen Erlebnissen hat sich unter Leitung von SALEM und einiger besorgter Eltern ein Netzwerk von Institutionen zusammengefunden, das sich unter dem Motto "Mindo ist Leben - Null Vergiftung“ der Bewusstseinsbildung annehmen möchte. Es war beeindruckend zu sehen, wie sich alles zusammenfügte. Innerhalb weniger Tage hatten wir vom Grafikdesigner bis zur Druckerei alle im Boot, um die ersten Poster zu drucken. Im Juli werden die Dorfschulen kleine Theaterstücke aufführen. Gesprächsrunden und Vorträge werden gerade vom Gesundheitszentrum und den Anonymen Alkoholikern vorbereitet. Demnächst werden auch die Läden und Hotels konkret angesprochen.

In all unseren Projekten ist uns wichtig, dass unsere Arbeit nicht nur auf unsere Einrichtungen beschränkt sind, sondern auch in angrenzenden Gemeinden wirken. Dies ist hier besonders gut gelungen. Ein herzlicher Dank allen Beteiligten!

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