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Bäume statt Wüste

20.10.2016

Wie begrünt man eine kahle Bergkette in Togo?

 Je weiter man in Togo Richtung Norden fährt, desto mehr sieht man, wie die Wüste unaufhaltsam Besitz nimmt. Dies war aber nicht immer so. Durch massive Abholzung verschwand mit den Bäumen auch die fruchtbare Erde, die bei einem der wenigen, aber umso heftigeren Re­genfälle einfach weggespült wurde. Nach und nach versiegten dann die einst guten Wasserquellen und Brunnen der Berge.

Wir haben uns jetzt in unserem SALEM-Projekt in Togo ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Mit Unterstützung des Präfekten und des Bür­germeisters von Kara, der Region rund um SALEM-Togo, sollen nach und nach die Ber­ge wieder grün werden.

Das erste Problem, das dabei gelöst werden muss, ist die Wahl der richtigen Bäume, die den widrigen Umständen am besten standhalten können. Unser Projektleiter Gbati Nikabou wurde schließlich fündig. Es handelt sich um eine buschartige Baum­spezies mit dem Namen „Dalbergia boehmii“. Der Baum wächst sehr schnell und verzweigt sich schon ab 50 cm Höhe. Die Vermehrung erfolgt durch Samen oder Stecklinge. Aus den Wurzeln heraus bilden sich neue Triebe, so dass man kahle Flächen sehr schnell be­grünen kann, da die zahlreichen Wurzeln Hänge stabilisieren und vor Erosion schüt­zen. Dieser Baum wächst auch unter extrem trockenen Bedingungen und ist somit pfle­geleicht. Die Äste dienen als Viehfutter und als Brennholz für die Küche, ohne dass der Baum gefällt werden muss. Wenn die ersten Exemplare angewachsen sind, können wei­tere Sorten gepflanzt werden, auch solche, die den Menschen Nahrung geben.

Das Vorhaben wird schwierig, aber wir glauben fest daran, dass es zu schaffen ist. Zunächst sollen in der nächsten Regenzeit tausend Bäumchen mit der Unterstützung einer Schule gepflanzt werden. Es ist wichtig, die Kinder und Jugendlichen mit ins Boot zu holen, denn nur so kann in Zukunft etwas verändert werden.

Auch wenn es ohne Frage die größte und schwierigste Pflanzaktion sein wird, die SALEM jemals durchgeführt hat, möchten wir sie gerne in vier Schritten innerhalb von fünf Jahren umsetzen. Für die ersten zwei Schritte (Vorbereitung sowie Aussaat und Anzucht), die besonders viel Mühe und Arbeit kosten werden, benötigen wir für die ersten tausend Bäume etwa 5 Euro pro Baum. Auch werden stetige Zahlungen anfallen, die wir zuverlässig übernehmen müssen. Zudem muss der Bereich extra umzäunt werden, denn besonders die kleinen Setzlinge sind großen Gefahren ausgesetzt.

Wenn Sie uns helfen möchten, diesen Traum wahr wer­den zu lassen, finden Sie hier eine Spendenmöglichkeit.

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